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Skelett & Bindegewebe

Vielfältige Zeichen – von Wirbelsäule bis Gelenke

Weil das Marfan-Syndrom das Bindegewebe im ganzen Körper betrifft, ist das Skelett besonders sichtbar beteiligt. Auffällig sind die lange, schmale Gestalt und schlanke Gliedmaßen.

Häufig kommen Verkrümmungen der Wirbelsäule (Skoliose, Kyphose), Trichter- oder Kielbrust, überstreckbare Gelenke, Fußfehlstellungen, Kniescheiben-Verrenkungen und eine tiefe Hüftpfanne (Protrusio acetabuli) vor.

Auch die harte Rückenmarkshaut kann sich erweitern (Duraektasie), meist an der Lendenwirbelsäule. Sie verläuft oft beschwerdefrei, kann aber lageabhängige Kopf- oder Rückenschmerzen verursachen und ist bei rückenmarksnahen Betäubungen zu beachten – vorher mit den behandelnden Ärzt:innen besprechen.

Weitere Bindegewebszeichen sind Dehnungsstreifen der Haut (Striae), die Neigung zu Leistenbrüchen sowie eng stehende Zähne mit hohem Gaumen, die oft eine kieferorthopädische Behandlung erfordern. Orthopädische und physiotherapeutische Begleitung hilft, Beschwerden zu lindern und beweglich zu bleiben.

Schmerz und Erschöpfung ernst nehmen

Viele Menschen mit Marfan berichten von anhaltenden Schmerzen (vor allem Rücken und Gelenke) und schnellerer Erschöpfbarkeit im Alltag. Diese Symptome werden manchmal unterschätzt, sind aber gut dokumentiert und sollten aktiv angesprochen und behandelt werden. Physiotherapie, Schmerztherapie und ggf. ergotherapeutische Begleitung können helfen.

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